MARTINA HASSEL

Martina Hassel

8 Fragen an: Martina Hassel

Wie ist Ihre familiäre Situation?
• geschieden, 2 erwachsene Söhne


Sie sind SPD-Mitglied seit?
• Februar 1997


Sie kommen aus / wohnen in:
• Bosenheim


Was machen Sie?  
• Im November 2013 endete meine Amtszeit als Bürgermeisterin in der Stadt Bad Kreuznach. Danach war ich bei der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern tätig. Seit dem 1.7.2014 bin ich als Geschäftsführerin der Lebenshilfe Bad Kreuznach e.V. im Einsatz.


Was bedeutet Bad Kreuznach für Sie?
• Ich bin 1997 mit meinem Mann und zwei kleinen Söhnen von Mainz nach Bad Kreuznach umgezogen. Kaum zu glauben, dass seit dem 22 Jahre vergangen sein sollen. Bad Kreuznach ist für mich und meine Familie unser Zuhause. Hier wurden meine Söhne groß, hier sind wir Mitglieder in vielen Vereinen, hier habe ich in der Zeit als Bürgermeisterin viele gute Entwicklungen initiiert, begleitet, umgesetzt. Das verbindet mich sehr mit den hier lebenden Menschen.


Was bedeutet für Sie der Begriff „Soziale Balance“?
• Ich bin keine Freundin immer neuer Begrifflichkeiten – oder ihrer englischen oder französischen Varianten. Für mich geht es immer noch um soziale Gerechtigkeit, die in allen gesellschaftlichen Bereichen immer wieder neu bewahrt oder hergestellt werden will. Soziale Gerechtigkeit bedeutet gleiche Chancen in der Schulischen und beruflichen Bildung ebenso wie gerechte Partizipation aller am Wirtschaftswachstum, Sicherung adäquater Mindestlöhne, kulturelle Vielfalt usw. Es bedeutet, sich immer wieder neu dafür einzusetzen, was bereits in unserem Grundgesetz verabschiedet wurde: Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.


Was bedeutet das für Bad Kreuznach?  
• Als Geschäftsführerin der Lebenshilfe setze ich mich besonders ein für die Gleichberechtigung beeinträchtigter Menschen. Das Selbstbestimmungsrecht, wie ich leben und arbeiten möchte, ob ich mich gesellschaftlich engagieren kann, ist noch keine Selbstverständlichkeit. Manchmal sind diese Rechte nur vor Gericht zu erstreiten. Manchmal enden sie auch an der fehlenden finanziellen Ausstattung kommunaler Gebietskörperschaften.  Manchmal entscheiden sich ihre Rechte auch je nach Wohnort. Stadt und Landkreis Bad Kreuznach sind besonders gefragt, weil bei uns so viele beeinträchtigte Menschen leben.


In 10 Jahren ist Bad Kreuznach …
Ganz sicher ein Stück weitergekommen. Es werden mehr beeinträchtigte Menschen in den Stadtteilen so leben,  wie sie es sich wünschen. Sie können sich auf ein zukunftssicheres Assistenzangebot verlassen.

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