JULIAN LÖSEKANN

Julian Lösekann

8 Fragen an: Julian Lösekann


Wie ist Ihre familiäre Situation?

• verheiratet


Sie sind SPD-Mitglied seit?
• Seit dem 01.08.2017


Sie kommen aus / wohnen in:
• Ich komme aus Kirn und wohne in Bad Kreuznach


Was machen Sie?  
• Ich bin Gymnasiallehrer und unterrichte Deutsch und Ethik an einem Oberstufengymnasium in Rüsselsheim. In meiner Freizeit musiziere ich in einer Band. Außerdem liebe ich es zu lesen und die nähere Umgebung Bad Kreuznachs in ausgedehnten Spaziergängen oder Radtouren zu erkunden.


Was bedeutet Bad Kreuznach für Sie?
• Bad Kreuznach war für mich schon immer von großer Bedeutung. In Kirn aufgewachsen, war Bad Kreuznach immer die Stadt, in die man fuhr, um einzukaufen, ins Kino zu gehen, durch das Salinental zu wandern, zum Jahrmarkt zu gehen. Hier gibt es alles, was man braucht und was das Leben lebenswert macht.

Also zog ich nach meinem Studium in Mainz nach Bad Kreuznach. Zunächst lebte ich viele Jahre in der Neustadt und lernte dort die Seele von Bad Kreuznach kennen. Dort wurde Kreuznach für mich zur Heimat, da ich hier viele wunderbare Menschen kennengelernt habe, die mir das Gefühl vermitteln, zuhause zu sein.

Ich liebe die hohe Lebensqualität und Vielseitigkeit, die Kreuznach bietet, freue mich, dass man im Sommer genauso schnell in der Natur ist wie in der belebten Fußgängerzone und zwischen Naherholung und städtischer Infrastruktur wählen kann.


Was bedeutet für Sie der Begriff „Soziale Balance“?
• Menschen sind sehr verschieden. Es gibt arme und reiche Menschen, junge und alte, Menschen unterschiedlicher Herkunft, Männer und Frauen, ...

Trotz dieser Unterschiede hat jeder ein Recht darauf, dass es ihm in Bad Kreuznach gut geht. Deshalb bedeutet „soziale Balance“ für mich vor allem, gerecht miteinander umzugehen. „Soziale Balance“ ist die Basis für ein friedliches, respektvolles, tolerantes und weltoffenes Miteinander.


Was bedeutet das für Bad Kreuznach?  
• Wir leben in einer Stadt, in der soziale Balance eine wichtige Rolle spielt, da in Bad Kreuznach die unterschiedlichsten Menschen zusammenleben. Außerdem setzt sich Bad Kreuznach aus vielen Stadtteilen zusammen. Auch zwischen diesen ist soziale Balance wichtig, denn auch hier darf niemand das Gefühl haben ungerecht behandelt oder abgehängt zu werden. Und besonders im Herzen der Kernstadt Bad Kreuznachs, der Neustadt, spielt soziale Balance eine wichtige Rolle.

Viel ist schon passiert: Zu nennen wäre hier der „Brückenschlag“, an dem noch gearbeitet werden muss, aber der ein ganz starkes Zeichen der Gemeinschaft symbolisiert. In Mehrgenerationenhäusern leben Menschen unterschiedlichen Alters zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Jugendliche können sich in „Mühle“, „AJK“ und „Projekthaus“ entfalten. Vereine bauen Brücken zwischen Nationalitäten und Kulturen.

Dass soziale Balance gerade in Bad Kreuznach keine Utopie ist, daran glaube ich ganz fest, denn die Kreuznacherinnen und Kreuznacher haben sie im Blut: Wenn es darum geht, gemeinsam zu feiern, spielt es in Kreuznach keine Rolle wer man ist, was man hat oder wo man herkommt. Das sieht man jedes Jahr, wenn es heißt: „Nix wie enunner!“ oder wenn rund um die Ebernburg der Mittelaltermarkt gefeiert wird.

Dennoch: Es müssen vor allem im Alltag weiter Vorbehalte abgebaut und Vertrauen zueinander aufgebaut werden. Es ist wichtig, dass Interessen ernstgenommen, in einem vernünftigen, wertschätzenden Diskurs ausgetauscht werden und schließlich ein am Gemeinwohl orientierter Kompromiss errungen wird, mit dem jeder leben kann. Soziale Balance schafft Gemeinschaft. Dafür muss die Stadtpolitik Rahmenbedingungen schaffen, aber auch lernen, als gutes Beispiel voranzugehen.


In 10 Jahren ist Bad Kreuznach …
• ... eine starke, sich als Einheit verstehende Kreisstadt, die durch ihre Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch ihre touristische und wirtschaftliche Infrastruktur von sich reden macht.

Günter Meurer2